Werdegang des Künstler und Symposiongründers:
1918 am 04. April wird Albrecht Klauer-Simonis wird in Hilgert/ Westerwald geboren.
Als ältester Bruder von zwei Geschwistern (Bruder u. Schwester) wächst er in Höhr-Grenzhausen auf, wo er bis zur Mittleren Reife (1934) die Schule besucht, In seiner Freizeit tritt er dem Nerother Bund, der bündischen Jugendbewegung, bei.
1934 - 1935 besucht er an die Fachschule für Keramik in Höhr-Grenzhausen unter der Lehre von Professor Alfred Kamp (Plastik) und Paul Drosseé (Malerei).
1938 wird das Haus „Trotzköpfchen“ in Weißenseifen erbaut. Dies soll ab 1963 Wohn- und Atelierhaus von Albrecht Klauer-Simonis werden.
1936 – 1941 geht er nach seinem Abschluss freiwillig in den militärischen Dienst der Luftwaffe.
1942 wird er mit Lungen-TBC entlassen.
1943 – 1945 Daraufhin macht er eine Ausbildung an der Bayrischen Staats-Lehranstalt für Lichtbildwesen in München und an der graphischen Lehr- und Versuchsanstalt für Lichtbildwesen in Wien.
1946 schließt er im Dezember seine Meisterprüfung als Photograph am ehemals Staatlichen Bauhaus in Weimar ab.
1946 -1947 ist er für ein Semester an der Hochschule der Künste in Berlin-Weißensee zum Zeichenunterricht bei Prof. Tank eingeschrieben. Während seiner Tätigkeit (1947) für die staatliche Bildstelle des Landes Hessen in Wiesbaden beginnt er im gleichen Jahr drei Studiensemester der Malerei an den Lehrwerkstätten der Darmstädter Künstlerkolonie Mathildenhöhe bei Paul Thesing und Hermann Keil.
1948 heiratet er die Musikpädagogin und Pianistin Hildegard Kröhl aus Darmstadt und beginnt freiberufliche Tätigkeiten in Höhr-Grenzhausen.
1949 - 1952 unterrichtet er Zeichnen und Malen an der Fachschule für Keramik in Höhr-Grenzhausen und begegnet dem Kunsthistoriker, Dr. Otto Francke, der ihn für einen Lehrauftrag an der Keramikschule vorschlug.
1950, nach den Stuttgarter Hochschulwochen, trafen sich Hildegard und Albrecht Klauer erstmals mit Antonia Berning , Irmgard und Günther Mancke in der Künstlersiedlung Weißenseifen.
Über Jahre leitet er Kurse an den Volkshochschulen Koblenz und Neuwied in Photographie und plastisches Gestalten.
Unter dem Motto: „Jeder Mensch kann ein Künstler werden" wandelt er das bekannte Beuys-Zitat ab und zeigt in mehreren Ausstellungen mit der Gruppe „Momente" (Photographie) und der Gruppe „Elemente" (Keramik) zusammen ihre Werke.
Neben der künstlerischen und kunstpädagogischen Tätigkeit schreibt er in den frühen 50er Jahren für verschiedene Fachzeitschriften der Keramik. Zusammen mit Künstlern aus dem Umfeld des keramischen Arbeitens gründete er die „Muffelgruppe“.
1956 erhält er ein Atelierstipendium der Landesregierung im Künstlerhaus Koblenz-Asterstein. Hier entwickelt er u.a. die „Farbkreisspiele" (vergleichbar dem Ludus-tonalis von Paul Hindemith), die er anschließend im Koblenzer Schloß und Deutschherrenhaus ausstellt.
1963 können seine Frau und er das „Stammhaus" in Weißenseifen, durch die Einnahmen der künslerischen Arbeit zahlreicher Wandbildaufträge an und in öffentlichen Bauten, erwerben.
1969 kaufen sie den angrenzenden Wald mit knapp 200 ar Flurgrundstück mit aufstehendem Holzbestand vor dem Wohnhaus.
Von hier an verbringt Albrecht Klauer-Simonis mit seiner Frau immer häufiger seine Zeit in der Eifel. Die begonnene Lehrtätigkeit im Zeichnen und Plastizieren an der Erziehungswissenschaftlichen-Hochschule (heute Universität), Koblenz (1972-81) setzt sich für ihn noch bei kreativen Arbeitswochen während der Sommerferien in Weißenseifen fort.
1974 gründet er zusammen mit seinem Freund Moritz Ney aus Luxemburg und Studierenden verschiedener Universitäten das „Symposion Weißenseifen". Seither entstehen zahlreiche Werke aus Sandstein, die das Gelände in einen Skulpturengarten verwandeln.
1978 trennen sich Hildegard und Albrecht Klauer-Simonis und er gründet als Vorsitzender den Förderkreis Symposion Weißenseifen e. V. und errichtet die Urnengrabstätte (Omega-Steine).
1994 heiraten Albrecht Klauer-Simonis und Christiane Hamann.
2002 am 07. Februar verstirbt Albrecht Klauer-Simonis. Die feierliche Beisetzung seiner Urne findet am 2. März in Weißenseifen im Steinkreis des „Omega-Monumentes"statt.
Symposions Geschichte
1979 wird ein „Geräteschuppen“ mit Schornstein und Holzverkleidung, für Bildhauer-Geräte bzw. den Zeichen- und Malbedarf und Dusche gebaut, welche Später als Gemeinschafts-Küchenhütte umgenutzt wird.
1981 wird dann die große der Werkhalle errichtet.
1986 die Kunstpädagogin und Kunsthistorikerin Christiane Hamann zu Albrecht nach Weißenseifen.
1986-1987 in der nahegelegenen Gemeinde Brockscheid wird eine Glocke gegossen und dem Triptychon mit Glockenstuhl, Pan und Ohr eingefügt.
1987 wird der Pi-Stein errichtet und Dilli Klein zieht auf das Symposionsgelände Weißenseifen und errichtet sich die „Dilli Hütte“. Und bewohnt diese bis 1993.
1988 wird die Werkhalle durch die erweiterung von Klappwänden zur „Galerie am Pi“. Die Einweihung findet mit einer Ausstellung von Albrecht Klauer Simons zu seinem 70. Geburtstag. Außerdem findet die erste „Streusalz zum Advent“-Ausstellung mit 14 Ausstellenden des Symposions statt.
1995 erscheint im Verlag Pi die Dokumentation „Symposion Weißenseifen 1975 – 1995“
1997 entsteht innerhalb von 3 Monaten die Skulptur Kassandra II
2001 gesellen sich zur „Dilli Hütte“ die „Flo Hütte“ und „Konstanzes Hütte“ als Unterkünfte für Dozenten, Teilnehmer des Symposions.
2002 am 07. Februar verstirbt Albrecht Klauer-Simonis. Die feierliche Beisetzung seiner Urne findet am 2. März in Weißenseifen im Steinkreis des „Omega-Monumentes"statt. Christiane Hamann übernimmt den Vorsitz des Förderkreises.
2006 ziehen „Weißenseifener Wanderwerke“in einer 2-tägigen Kunstkarawane von Weißenseifen nach Prüm mit einer anschließenden der Ausstellung im Konvikt, Haus der Kultur, Prüm.
2007 findet eine weitere Kunstkarawane mit anschließender Ausstellung im Konvikt durchgeführt.
2011 werden die ersten Dusch- und Toilettenanlagen mit fließend Wasser für das Symposion gebaut.
2014 wird das 40. Bestehen des Symposions groß gefeiert.
2016 wird die Küchenhütte mit Außenküche abgerissen und ein Seminarhaus mit Außenküche an dieser Stelle errichet.
2019 betrauern wir den großen Verlust von Hubert Glaser, einem geschätzten Freund, Dozenten und Steinbildhauer.
2020 das Symposion findet trotz Corona im kleinsten Kreis unter strengen Sicherheitsvorgaben statt.^
2023 brennt es in der „Dilli Hütte“ und wird im Anschluss wieder in stand gesetzt.
2024 wird das 50. Bestehen des Symposions gefeiert.